Aber das betrifft und doch nicht!

Shownotes

„Dann transportieren wir Kraftstoff es eben mit dem Lkw.“
„E-Commerce betrifft das doch gar nicht.“

Zwei Sätze, die angesichts von Dürre und Niedrigwasser am Rhein erst einmal gar nicht so unvernünftig klingen. Und die trotzdem ziemlich gut zeigen, wie schnell wir wirtschaftliche Zusammenhänge unterschätzen.

Denn was passiert, wenn Güter plötzlich auf andere Transportwege ausweichen müssen? Was passiert mit Preisen und Kapazitäten, wenn Unternehmen auf einmal um dieselben knappen Ressourcen konkurrieren? Und warum kann ein Problem deine Kosten erhöhen, obwohl dein eigenes Unternehmen damit scheinbar überhaupt nichts zu tun hat?

In dieser Folge geht es um den Rhein, Lkw, Hotelzimmer in Wacken – und vor allem um einen Denkfehler, der im E-Commerce ziemlich teuer werden kann:

Wir schauen auf die erste Konsequenz und übersehen die zweite und dritte.

Vielleicht sollten wir deshalb jedes Mal ein bisschen misstrauisch werden, wenn jemand sagt: „Das betrifft uns nicht.“

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00:00:01: Letzte Woche bin ich aus dem Westerwald über die A-Achdunviertzig in Richtung Koblenz gefahren.

00:00:07: Es ist dieser Moment kurz vor der Abfahrt Bendorf, wenn sich der Blick über das gesamte Rheintal, über das Neuwiederbecken öffnet und einen unglaublichen Ausblick ermöglicht – nicht nur unglaublich!

00:00:22: Nicht nur unglaublich schön, sondern im Moment auch unglaublich erschreckend.

00:00:27: Denn man sieht hier sehr deutlich wie wenig Wasser der Rhein im Moment eigentlich führt.

00:00:35: Was sieht man aber eigentlich wenn man da runter guckt?

00:00:38: Nur einen Fluss mit zu wenig Wasser?

00:00:43: oder sieht man dort gerade auch ziemlich anschaulich, wie abhängig unsere Wirtschaft von Dingen ist über die sie eigentlich gar nicht nachdenkt.

00:00:54: Ich bin Nadine, Autorin des E-Commerce Manager Handbuch und Strategie Sparringpartnerinnen für Unternehmer und Unternehmen.

00:01:03: Bei dieser Fahrt sind mir zwei Gespräche wieder eingefallen, die ich in der letzten Zeit geführt

00:01:08: bzw.,

00:01:09: die ich mitbekommen habe.

00:01:12: Beide hatten erst mal auf den ersten Blick gar nicht so viel miteinander zu tun, auf dem zweiten dann aber schon.

00:01:21: Das erste Gespräch oder die erste Diskussion drehte sich um die momentan hohen Spritpreise.

00:01:27: Gerade hier bei uns in der Region spielt er rein dabei natürlich eine wichtige Rolle – ein erheblicher Teil der Mineralölprodukte der Kraftstoffe wird über den Rhein transportiert!

00:01:38: Wenn der Wasserstand sinkt können die Schiffe nicht mehr so viel laden.

00:01:41: Aktuell sind es wohl gerade mal noch zwanzig Prozent der normalen Ladung.

00:01:46: Und da sagt ihr jemand in einer lokalen Facebook-Gruppe, naja dann müssen sie das Zeug halt eben im Lkw oder mit der Bahn transportieren!

00:01:55: Ich dachte ja klar kann man machen... In diesem Satz, in diesem kleinen Satz steckt nur ein großes Problem dass mir auch in wirtschaftlichen Diskussionen immer wieder begegnet Viele Menschen denken unglaublich gerne in einfachen Ersatzlösungen.

00:02:15: Schiff funktioniert nicht gut, nehmen wir eben den Lkw!

00:02:19: Also wären diese Verkehrsmittel beliebig austauschbar?

00:02:24: Das sind sie nicht.

00:02:25: Ein Binnenschiff transportiert nicht in die Ladung von zwei, drei oder zehn Lkw.

00:02:32: Je nach Schiff und Ladungen reden wir über Größenordnung für die auf der Straße hundert- oder hundertfünfzig Lkws mehr notwendig wären!

00:02:42: Und diese LkW stehen ja nicht irgendwo auf einem Parkplatz ruhen und warten darauf das endlich mal der Reiner austrocknet... Man braucht Fahrzeuge, man braucht Fahrer und Speditionen.

00:02:52: Man braucht freie Kapazitäten!

00:02:55: Man braucht Umschlagmöglichkeiten – auf der Schiene sieht das nicht anders aus.

00:03:00: Auch eine Aufhebung des Sonntagsfahrverbots für LKW löst dieses Problem nicht.

00:03:06: Aber klar natürlich kann man Güter statt mit dem Schiff auch mit dem Lkw transportieren.

00:03:13: Was passiert aber mit diesem gesamten System, wenn plötzlich sehr viele Unternehmen gleichzeitig genau das wollen?

00:03:24: Es sind ja nicht nur die Tankstellen, die irgendwie an ihren Kraftstoff kommen müssen.

00:03:28: Es sind auch viele Industrieunternehmen, die ihre Rohstoffe über den Rhein transportiert bekommen.

00:03:39: und damit kommen wir ein bisschen zur Geschichte Nummer zwei Euch im E-Commerce betrifft das alles doch gar nicht.

00:03:47: Das sagte mir letztens ein Mitarbeiter eines Industrieunternehmens.

00:03:51: Für euch im Ecommerce ist es ja eigentlich auch gar kein Problem, eure Pakete werden ja schließlich nicht mit dem Binnenschiff transportiert.

00:03:59: Klar!

00:03:59: Auch das im ersten Moment vollkommen logisch.

00:04:02: Mein Paket von einem Onlinehändler fährt normalerweise nicht auf dem Rhein bis zu mir nach Hause Nicht mal bis in die Gegend.

00:04:11: Also was soll mich?

00:04:12: der Pegelstand des Reins interessieren.

00:04:15: Tatsächlich eine ganze Menge, denn es steckt hier der gleiche Denkfehler dahinter!

00:04:20: Wir betrachten auch hier wieder nur die direkte Verbindung.

00:04:24: Mein Unternehmen nutzt Binnenschiffe ein anderes Unternehmen nutz sie nicht.

00:04:28: also betrifft das Problem, das Unternehmen, dass sie nicht nutzt, doch überhaupt nicht.

00:04:34: Wirtschaft funktioniert aber leider nicht wie eine Ansammlung voneinander unabhängige Röhren durch die die Waren fließen – Wirtschaft ist ein Netz!

00:04:43: Sobald sich an einer Stelle dieses Netzes etwas verändert entstehen nicht nur unmittelbare Konsequenzen an dieser Stelle sondern auch Konsequenten an ganz anderen Stellen….

00:04:57: Die Knappheit bleibt in der Wirtschaft selten dort, wo sie entsteht.

00:05:03: Nehmen wir an ein Unternehmen transportiert normalerweise große Mengen seiner Waren oder Rohstoffe über den Rhein – jetzt geht es nicht mehr oder nur noch eingeschränkt!

00:05:14: Also weicht dieses Unternehmen auf die Straße aus?

00:05:17: Was braucht das?

00:05:19: Lkw-Fahrerspeditionenkapazitäten und um genau diese Kapazitäten konkurrieren plötzlich auch Unternehmen, die mit dem ursächlichen Problem nichts zu tun haben.

00:05:31: Um diese Kapazitäten konkurriert plötzlich auch der Onlinehandel!

00:05:35: Ein Händler muss also überhaupt nichts auf einem Schiff transportieren und kann trotzdem höhere Transportkosten Nicht weil sich in seinem Unternehmen oder im Umfeld etwas verändert hätte, nicht weil er mehr Ware verschickt oder die Logistiker plötzlich schlechter arbeiten.

00:05:54: Sondern weil jemand anderes genau die gleiche Ressource benötigt!

00:06:01: Und genau das ist der Punkt den wir in Diskussionen über wirtschaftliche Entwicklungen erstaunlich häufig übersehen.

00:06:08: Knappheit bleibt nicht dort wo sie entsteht – Sie wandert.

00:06:14: Wenn A knapp wird, weichen Unternehmen auf B aus.

00:06:17: Dadurch wird B knapper andere Weichen auf C aus und irgendwann steht ein Unternehmen am Ende dieser Kette und fragt sich Warum ist hier eigentlich plötzlich alles so teuer?

00:06:29: Wir haben doch mit diesem ursprünglichen Problem überhaupt nichts zu tun!

00:06:34: Doch haben wir nicht direkt aber eben sehr wohl indirekt.

00:06:42: Machen wir es an einem anderen Beispiel.

00:06:44: Ich erlebe das immer wieder, ich brauche ein Hotelzimmer weil ich zu einem Kundentermin muss wo der Kunde weiter weg ist oder ich eine Ausschusssitzung habe.

00:06:53: Ich bin extremes Gewohnheitstier und deswegen gehe ich meistens in immer wieder dieselben Hotels.

00:07:00: Ich kenne die Zimmer, ich kenne Abläufe und ich kende auch die Preise.

00:07:05: Und irgendwann kommt der Tag an dem man sein übliches Zimmer bucht und plötzlich fünfzig oder mehr Prozent mehr bezahlt als bisher.

00:07:14: warum?

00:07:15: Weil eine große Messe in der Stadt ist!

00:07:18: Ich will überhaupt nicht auf diese Messe, ich habe mit der Branche nichts zu tun.

00:07:22: Ich kenne keinen einzigen Aussteller.

00:07:24: Ich möchte einfach nur zufällig an diesem Datum in dieser Stadt übernachten und plötzlich kostet das Hotelzimmer statt hundertzwanzig Euro, zweihundert Euro.

00:07:36: Natürlich kann man dann sagen aber ich gehe doch gar nicht auf die Messe!

00:07:40: Das interessiert den Hotelpreis.

00:07:42: Nur herzlich wenig ist.

00:07:43: Interessiert das Hotel herzlich wenig?

00:07:46: Ich konkurriere in diesem Moment mit Messebesuchern um dieselbe knappe Ressource, ein Hotelzimmer oder zum Beispiel zu nehmen das manchen vielleicht näher liegt.

00:07:57: Wacken!

00:07:58: Ich muss jetzt sicherlich nicht erklären warum manche ausgerechnet an diesem Wochenende in der Gegend sein möchten.

00:08:05: aber stellen wir uns mal vor einen Mensch der mit Metal überhaupt nichts anfangen kann möchte zufällig an diesem Wackenwochenende irgendwo in der Gegend ein Hotelzimmer haben.

00:08:18: Jemand, der noch nie in seinem Leben ins Layershirt getragen hat und die Frage Maiden oder Metallica nur irritierend findet Und diese Person wird feststellen ich kriege kein Zimmer Die sind komplett ausgebucht Oder teuer oder meistens sogar beides.

00:08:37: Jetzt kann man sich natürlich hinstellen und sagen Ich will doch überhaupt nicht auf wackeln.

00:08:40: Ja klar!

00:08:41: Wackeln ist aber trotzdem da.

00:08:43: Für das Hotel ist es völlig irrelevant, warum du das Zimmer möchtest.

00:08:47: Du konkurrierst um dieselbe begrenzte Kapazität wie zehntausend andere Menschen in diesem Moment.

00:08:54: und genau das ist der Punkt!

00:08:56: Du musst selber nicht Teil eines Ereignisses sein, um seine wirtschaftlichen Auswirkungen zu spüren.

00:09:05: Damit die Messe dein Hotelzimmer verteuert.

00:09:08: Du musst nicht aufwacken wollen, damit Wacken dafür sorgt, dass du in der Gegend kein bezahlbares Bedmap findest.

00:09:15: und du musst eben deine Ware nicht über den Rhein transportieren, damit Niedrigwasser deine Transportkosten erhöht.

00:09:23: In allen drei Fällen passiert das selbe.

00:09:26: Andere Menschen oder Unternehmen brauchen plötzlich mehr von einer Ressource, die auch du braucht brauchst.

00:09:35: Genau solche Effekte gibt es in der Wirtschaft ständig und im E-Commerce hängen wir mitten in diesem Netz, das Spannende daran ist dass mir dieses einfache Denken in der Wirtschaft im Ecommerce in Unternehmen andauernd begegnet.

00:09:55: Nehmen wir das Beispiel Verpackung.

00:09:57: vielleicht verkaufst du Mode Kosmetik Haushaltswaren und denkst mit Chemieindustrie habe ich nichts zu tun Bis Rohstoffe für Klebstoffe teurer werden.

00:10:06: Die Rohstoffen für Folien, für Druckerfarben und Etiketten teuer werden oder die Energie, die benötigt wird um deine Katonagen herzustellen.

00:10:16: Plötzlich steigt dein Verpackungspreis!

00:10:19: Du denkst vielleicht was hat das denn jetzt mit uns zu tun?

00:10:21: Natürlich sehr viel nicht in der ersten Stufe aber eben im nachgelangerten Stufen sehr wohl.

00:10:29: Das gleiche Spiel bei Lagerflächen Wenn Lieferketten unsicher werden, reagieren Unternehmen häufig mit höheren Sicherheitsbeständen.

00:10:40: Das betrifft dich vielleicht gar nicht – weil du keine Lieferprobleme hast!

00:10:45: Aber wenn sehr viele andere Unternehmen ihre Bestände erhöhen, steigt die Nachfrage nach Lagerfläche.

00:10:52: Damit werden in der Regel Fulfillmentkapazitäten knapper.

00:10:56: Externe Lagerkosten steigen und plötzlich bezahlst du für eine Entwicklung deren Ursache überhaupt nicht in deinem Unternehmen, nicht mal irgendwo in deiner ursichtlichen Wertschöpfungskette liegt.

00:11:12: Das Problem ist dass wir diesen Denkfehler nicht nur in der Logistik machen.

00:11:17: wenn wir mal anfangen darauf zu achten findet man dieses Muster schnell an ganz vielen Stellen.

00:11:25: Wir verkaufen nicht über Amazon, was Amazon macht betrifft uns doch nicht.

00:11:28: Doch klar!

00:11:29: Amazon Preikunden-Erwartungen im Hinblick auf Liefergeschwindigkeit, Retouren, Convenience, Produktinformationen, Service.

00:11:39: Wenn dein Kunde Gelegentlich, bei Amazon kauft hat er dort eine vielleicht sehr positive Erfahrung und er macht bei dir eine andere Erfahrung.

00:11:51: Dein Kunde unterscheidet aber nicht zwischen Amazon-Erfahrung große Plattformen und Erfahrung bei einem mittelständischen Online Job!

00:12:01: Der Kunde weiß nur was inzwischen möglich ist – ob das jetzt auch für dich als Unternehmen möglich ist zu realisieren interessiert den Kunden.

00:12:12: Oder auch das Thema.

00:12:13: wir setzen keine KI ein, deshalb betrifft uns das Thema im Moment noch nicht.

00:12:18: Ist zu kurz gedacht!

00:12:19: Wenn deine Wettbewerber mit KI-Prozessen schneller günstiger werden, Kunden-Service automatisieren, Produktern besser aufbereiten, Content schneller produzieren dann verändert KI nicht dein Unternehmen aber den Markt, in dem du dich bewegst.

00:12:37: Völlig unabhängig davon ob du das selbst nutzt oder nicht und Du machst hier den Fehler andere Bodengut machen zu lassen!

00:12:49: Oder wir sagen Wir verkaufen nicht ins Ausland, wir verkaufen uns nicht in die USA.

00:12:53: Was dort passiert betrifft uns nicht.

00:12:55: Vielleicht Vielleicht verkaufst du selber nicht in die USA.

00:13:00: Vielleicht kaufst Du aber bei einem Lieferanten, der dort aktiv ist.

00:13:04: Vielleicht bezieht Dein Lieferant Rohstoffe von dort!

00:13:08: Vielleicht verändern sich Wechselkurse, Frachtraten?

00:13:12: Vielleicht verändert sich die Nachfrage nach bestimmten Produkten oder auch Produktionskapazitäten und in dem Moment bist Du wieder mitten

00:13:20: drin?!

00:13:22: Ich denke... Genau hier liegt ein Problem, dass sie weit über den E-Commerce hinausgeht.

00:13:28: Wir sind wahnsinnig schnell darin Entwicklung danach zu sortieren ob Sie uns unmittelbar betreffen oder nicht.

00:13:35: Der Rhein unsere Waren kommt nicht über den Rhein.

00:13:38: abgehakt USA.

00:13:40: wir verkaufen nicht in die USA.

00:13:42: Abgehakt Amazon nutzen wir nicht abgehagt KI Nutzen wir nicht.

00:13:50: Aber genau dieses schnelle Abhaken kann unternehmerisch gefährlich werden.

00:13:55: Denn die interessante Frage ist nicht, betrifft uns das direkt!

00:14:00: Die interessante Frage isst welche Ressourcen lieferanten Infrastrukturen, Märkte, Kunden teilen wir mit denjenigen, die es direkt betrifgt?

00:14:12: Das ist eine vollkommen andere Art auf Entwicklungen zu schauen und sie führt auch häufig zu ganz anderen Antworten.

00:14:20: Wir sollten uns deshalb angewöhnen, bei großen Veränderungen nicht nur nach der ersten Konsequenz zu fragen.

00:14:26: Der Rhein führt weniger Wasser – erste Konseqenzen Schiffe können weniger laden.

00:14:31: Betrifft uns nicht!

00:14:32: Abgehakt?

00:14:34: Aber zweite Konsequenz ist Unternehmen brauchen mehr Schiffe oder andere Transportmittel.

00:14:40: Dritte Konsequent ist die Nachfrage nach Lkw, nach Fahrern, nach Kapazitäten steigt!

00:14:51: Die vierte KonseQUENZ ist Transportkapazitäten werden teurer, werden knapper... Unternehmen, die überhaupt nichts mit Binnenschiff hat zu tun haben bekommen ein Kostenproblem.

00:15:06: Und auf einmal sind es eben doch die Online-Händler – die wahre Vertreiben, die niemals auch nur in die Nähe eines Reinschiffs gekommen ist, die den Preis zu zahlen haben.

00:15:19: Das ist der Unterschied zwischen einer direkten Ursache und einem wirtschaftlichen Zusammenhang.

00:15:27: Betrifft uns nicht!

00:15:30: sollte niemals der Anfang einer Fragestellung sein.

00:15:37: Ein Satz wie das betrifft uns nicht ist in jedem Unternehmen eigentlich als Wahnsignal zu betrachten, nicht weil alles immer zwangsläufig jeden betrifgt natürlich nicht aber es spielt eine Gefahr herunter die da ist.

00:15:57: Die Frage sollte immer sein, sind wir sicher?

00:16:02: Was passiert in der zweiten dritten vierten fünften Stufe.

00:16:07: Wer weicht auf welche Ressourcen aus?

00:16:10: Wo entstehen eventuell neue Engpässe?

00:16:12: Was wird dadurch teurer?

00:16:15: Welche Erwartungshaltung verändert sich und wo taucht die ursprüngliche Entwicklung dann ganz plötzlich doch auch wieder in unserem Geschäft auf?

00:16:25: Vielleicht lautet die eigentliche Aufgabe von Unternehmerinnen und Unternehmern deshalb gar nicht darin, jede Entwicklung vorherzusagen.

00:16:33: Das können wir gar nicht!

00:16:35: Aber wir können lernen weniger linear darüber nachzudenken.

00:16:42: Und damit bin ich gedanklich wieder auf der A-Aug.

00:16:45: Ich fahre aus dem Westerwald Richtung Koblenz.

00:16:48: Irgendwann öffnet sich der Blick über das Neu-Wiederbecken.

00:16:51: Da liegt er rein, der erschreckend wenig Wasser führt.

00:16:55: Man kann ihn unterschauen und sagen, zum Glück werden meine Pakete nicht mit der Reinschifffahrt transportiert oder zum Glück ist das Wasser hier im Westerwald nicht ganz so knapp.

00:17:08: Oder man kann sich fragen was setzt dieser niedrige Wasserstand gerade alles in Bewegung dass ich von hier oben überhaupt nicht sehen kann?

00:17:18: In der Logistik, in der Natur, in Prozessen und weitreichenden Folgen.

00:17:26: Das ist die interessante, unternehmerische Frage!

00:17:30: Deshalb würde ich euch heute gerne mit einer Frage hier aus dem Podcast verabschieden.

00:17:37: Welche Entwicklung habt ihr in letzter Zeit mit einem Betrifft uns nicht abgehakt?

00:17:44: Was passiert wenn ihr nochmal genau hinschaut – nicht auf die erste Konsequenz sondern auf die zweite oder dritte?

00:17:53: Denn vielleicht fährt euer Paket tatsächlich niemals auf dem Rhein und steckt eben trotzdem mitten in der Problematik um die aktuelle Trockenheit.

00:18:08: E-Commerce ist unsexy, manchmal auch deutlich komplexer als man auf den ersten Blick denken möchte!

00:18:20: In diesem Sinne bis zum nächsten Mal.

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